Workshop zu Fundmünzen im westlichen Kleinasien

2. März 2017 – Die Bearbeitung der Fundmünzen des westlichen Kleinasiens trägt Erkenntnisse zur Erforschung dieser antiken Region bei. Wenn es um die Dokumentation der Fundmünzen geht, sind Pergamon und Priene, nicht nur für die Zeit des Hellenismus, paradigmatisch. Die dortigen Grabungen werden seit Jahren numismatisch begleitet. 

Die zum größten Teil hellenistischen und kaiserzeitlichen Münzen, welche vorwiegend aus dem westlich-kleinasiatischen Raum stammen, befinden sich in verschiedenen Museen und werden nun mit der Datenbank mk_edit digital wieder zusammengeführt. Seit 2016 gelangen die Gepräge mit allen verfügbaren Fundinformationen auf http://ww2.smb.museum/mk_pergamon und http://ww2.smb.museum/mk_priene zur Veröffentlichung. Die bisherigen Arbeiten möchten die Veranstalter in einem eintägigen Workshop zur Diskussion stellen. 

Der eintägige, größtenteils öffentliche Workshop zu Fundmünzen im westlichen Kleinasien, den das Münzkabinett gemeinsam mit der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des DAI organisiert, will die Freischaltung der Seiten und die Arbeit der vergangenen Jahre reflektieren. In den vorgesehenen Sektionen soll es um die Fundmünzen von Didyma (Halle / Aylin TANRIÖVER), Ephesos (Wien / Nikolaus SCHINDEL), Pergamon (Mainz / Jérémie CHAMEROY) und Priene (Berlin / Johannes EBERHARDT und Bernhard WEISSER, Frankfurt am Main / Axel FILGES und Bonn / Frank RUMSCHEID,) gehen. Dazu konnten Johannes NOLLÉ (München) als Vortragender und Christof BERNS (Bochum), Helga BUMKE (Halle), Christof SCHULER (München), Reinhard WOLTERS (Wien) sowie weitere Kolleginnen und Kollegen als Teilnehmer der Veranstaltung gewonnen werden. Geplant sind acht öffentliche Vorträge zu jeweils 30 Minuten und eine jeweils anschließende Diskussion von 15 Minuten. Zum Abschluss des Workshops ist eine interne Besprechung der Referenten vorgesehen, bei der die Arbeitsprogramme und Perspektiven weiter diskutiert werden sollen.

Termin: 29. März 2017

Ort: Brugsch-Pascha-Saal / Archäologisches Zentrum, Geschwister-Scholl-Straße 2-8, 10117 Berlin

Programm

09.30-09.45: B. Weisser / Ch. Schuler: Begrüßung

Moderation: R. Wolters
09.45-10.30: J. Eberhardt: Das Ende der Emission P I und die Fundmünzen von Priene 1998-2016
10.30-11.15: A. Filges: Alternative Fakten? Zu stratigraphischen und numismatischen Evidenzen am Beispiel der Hausgrabung auf der Insula F15
11.15-11.45: Kaffeepause

Moderation: Ch. Berns
11.45-12.30: F. Rumscheid: ‚Lampons Geldbeutel‘ und weitere Hausbefunde mit Münzen in der Insula D2 von Priene
12.30-13.15: A. Tanriöver: Die Fundmünzen von Didyma
13.15-14.30: Gemeinsames Mittagessen

Moderation: H. Bumke
14.30-15.15: N. Schindel: Die Fundmünzen von Ephesos
15.15-16.00: J. Chameroy: Die Fundmünzen von Pergamon
16.00-16.45: B. Weisser: Fundmünzen und die Digitalisierungsstrategie des Münzkabinetts
16.45-17.15: Kaffeepause

17.15-18.00: J. Nollé: Fundmünzenforschung und Alte Geschichte
18.00-19.45: Interne Besprechung/Diskussion der geladenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen!
Für eine Anmeldung zur Verbesserung der Planungen wären die Veranstalter dankbar.
Kontakt: Bernhard Weisser (per E-Mail oder Tel.: 030 / 266 42 5400) und Johannes Eberhardt (per E-Mail oder Tel.: 030 / 266 4254 10). 

Zum Internetauftritt des Münzkabinetts SMB gelangen Sie hier.

Und auf der Website des DAI finden Sie die Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik hier.

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